Neues Konzept für eine kleine Altstadt

Die Ladenflächen aus dem 19. Jahrhundert sind heute oft zu klein für den Fachhandel. Es müssen neue Konzepte gefunden werden, um kleine Altstädte zu beleben. Im Wohnprojekt frische bauern in der Meldorfer Innenstadt haben wir ein Kozept für einen multifunktionalen Veranstaltungsraum umgesetzt, der sowohl für Computerkurse als auch für Tanz und Tai Chi geeignet ist.

Stützende Mauer stört nicht
Die aus statischen Gründen verbliebene Mauer ist in das Konzept integriert. Sie stört nicht, sondern teilt den Raum optisch, so dass zwei Raumteile sowohl ganz als auch teilweise genutzt werden können, und zwar ohne zusätzliche Trennwände. Selbst kleine Gruppen von fünf bis zehn Personen können hier arbeiten, ohne sich in einem großen Raum „verloren“ zu fühlen.

sturz weg
Einen Sturz konnten wir über der Brandschutz- und Akustikdecke verschwinden lassen, andere bleiben sichtbar, um eine angenehme Raumhöhe zu behalten.

eingang
Den Windfang haben wir nach innen verlegt, damit in der windigen Regenzeit an der Nordsee genügen Raum für eine Sauberlaufmatte vorhanden ist. Den sorgfältig ausgewählten Schwingfußboden galt es zu schützen. Ein altes Fenster aus der Zeit, als das Haus einer Buttergroßhandlung diente, blieb als zusätzlicher Lichtspender erhalten.

haustuer
Außen haben wir eine Tür anfertigen lassen, die dem Altstadtbild Meldorfs gerecht wird.

Da das Haus schrittweise saniert werden soll, wurden die Außenfassade noch nicht erneuert. Lediglich im Dachgeschoss sollten die Wohnräume ansprechend gestaltet werden. Deshalb haben wir die Dachflächenfenster aus den 50er Jahren durch Gauben ersetzt, wie es dem histrorischen Vorbild entspricht. Jetzt haben die Bewohnerinnen des Dachgeschosses wieder einen Blick bis zum Deich auf Friedrichskoog.
mitgauben

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Veröffentlicht am 22. August 2013 um 13:53 von Christiane · Permalink · Kommentieren
In: Meldorf, Referenzen

Vom Öffnen der Höfe

In Meldorf ist ein schönes Beispiel gelungen, wie mit wenigen Mitteln in einer engen Altstadt aus engen, ja: beengenden Höfen ein großzügiger Hofgarten entstehen kann. Vorausgegangen ist ein Bericht vor zwei Jahren, als unsere Praktikantin ein Modell von den Höfen der drei benachbarten Häuser gebaut hatte.

Drei Häuser ein Hof.
Das Hinterhaus im Mittelhof
Dieser Blick war vorher von einem hohen Zaun versperrt.
BoHo_lädt_ein
Die Gäste der Bornholdt-Terrasse erleben einen entspannten Hofgarten.
Blick durch den Naschgarten zur Terrasse.
pil-hoire
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Zwischen den Häusern wurden die knapp zwei Meter hohen Zäune abgebaut. Das türkische Restaurant Döner-Stube hatte bereits seinen Hof gepflastert, um für die Restauration Tische aufstellen zu können. Der Buchladen auf dem Mittelgrundstück pflegte ursprünglich ein Stück Ökoromantik mit Bäumen und Wildaussaaten. Der südliche Hof der Kulturkneipe Bornholdt wurde ebenfalls bereits gastronomisch genutzt. Der Buchladen eröffnete nun in seinem Hintergebäude ein Buchlager mit antiquarischen Büchern. Der Hof wurde gepflastert, so dass eine optische Verbindung zwischen dem Vorderhaus und dem kleinen Nebengebäude entsteht. Zu den beiden Nachbarn sind Pflanzen gesetzt worden, zur Döner-Stube eine Ligusterhecke und Bodendecker unter der Treppe, zum Bornholdt entsteht ein kleiner Naschgarten mit Beerenfrüchten. Das Bornholdt legte auf der nicht überdachten Hoffläche einen Rasen an. Insgesamt ist ein großzügiger Hofgarten entstanden, wobei jedes Grundstück einen eigenen Charakter behält.

Und so sahen die Grundstücke vor zwei Jahren aus:

doenerzupp
ppzudoener
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Buchladen Rückseite
bohozupp2
bohozupp
pil-hoire
pil-hoire

Die ursprüngliche Aufgabe bestand darin, ein kleines Hofgebäude von 20 qm nutzbarer Fläche als Lager für antiquarische Bücher zu erschließen. Es war nach dem 2. Weltkrieg als Notunterkunft errichtet worden und diente zum Schluss als Rumpelkammer. Für einen bequemen Zugang über den Hof wurde im Vorderhaus ein Hinterausgang eingebaut. Die Treppe zum Dachgeschoss wurde verlegt, der Hof wurde neu gestaltet. Und so sieht das Pantiquariat jetzt aus:

panti_blick_zuryck
panti_giebel
pantiquariat
pantiquariat_2
pantiqulieder
pantiqulieder
pil-hoire
pil-hoire

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Veröffentlicht am 25. Juli 2013 um 19:32 von Christiane · Permalink · Kommentieren
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Angekommen in Meldorf

Christiane Feist präsentiert auf der Meldorf Messe 2012Mit unserer Teilnahme an der Meldorf-Messe sind wir an unserem neuen Arbeitsort erst richtig angekommen. Der Dank gilt der Gemeinschaft der Meldorfer Unternehmen und Selbständigen, die wohl nicht nur innerhalb Schleswig-Holsteins etwas Besonderes sind. Mit unentgeltlichem Einsatz eine Messe mit knapp hundert Ausstellern und über 10.000 Besucherinnen und Besuchern zu wuppen, das ist schon eine gewaltige logistische Leistung. Und genau das bringen die Meldorfer Unternehmen in dieser strukturschwachen Ecke des Landes auf den Weg.

Presse interessiert sich für Christiane FeistObwohl wir uns erst vor wenigen Monaten in Meldorf angemeldet hatten, durften wir ‚mitspielen‘. Doch halt, das wäre eigentlich zu wenig gesagt! Wir durften nicht nur mitspielen, wir wurden sehr herzlich willkommen geheißen.
Neben dem Möbelhaus Rommel, dem Schuhhaus Sjut und dem Weinhandel der Südermühle hatten wir einen attraktiven Standplatz im mittleren Zelt mitten im dicksten Trubel der Messe, die beim sonnigem Wetter mit 11.500 Gästen gut besucht war.

Tai Chi auf der Meldorf-Messe bei Christiane FeistWir präsentierten uns mit einem unserer beiden Meldorfer Projekte, dem Wohnprojekt ‚frische bauern‘ in der Fußgängerzone der dithmarscher Kleinstadt. Hier wird ein Laden zum Übungs- und Seminarraum umgebaut und die Fassade soll in zwei Schritten neu gestaltet werden. Um Neugierige anzulocken hatten wir zu allerlei Aktionen an unserem Stand eingeladen, so dass auch die Medien Anlass hatten, aufmerksam zuzuschauen. Die Darbietungen gehören zu dem Konzept des angestrebten Übungsraums. Ja und der ganze PR- und Werberummel kann auch viel Spaß machen: Es wurde (zu laut!) getrommelt und Tai Chi vorgeführt. Die Tai Chi-Übungen nahm sogar die Darstellerin der Messekuh zum Anlass aktiv bei uns mitzuwirken. Wir kamen mit vielen Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch und stellten die Chancen für Wohnprojekte dar und erklärten, wie flexibel der neue Raum in der attraktiven Lage zweihundert Schritte vom Meldorfer Dom entfernt zu nutzen ist.

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Veröffentlicht am 10. September 2012 um 12:49 von Christiane · Permalink · Kommentieren
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Bürgerhaus Lenzsiedlung

Zwei Jahre nach Fertigstellung – nun einige Fotos. Wer auf die Fotos klickt, sieht sie vergrößert:

Lenzsiedlung in Hamburg-EimsbüttelDie Lenzsiedlung ist eine Hochhaussiedlung in Hamburg-Eimsbüttel.

Neubau und Bestandsbau Bürgerhaus LenzsiedlungFür die Gemeinwesenarbeit war das Bürgerhaus (links mit Pultdach) neu zu bauen. Der Rundbau rechts wird heute neu genutzt, aus dem Saal für die Bürger wurde  eine Ausbildungsgastronomie. Die Küche liegt im Verbindungsbau zwischen Neubau und Rundling.

Neubau Bürgerhaus Parkseite  Ein Saal für öffentliche Veranstaltungen und Familienfeiern ist auf den Park hinter dem Bürgerhaus ausgerichtet. Die Fassade ist mit den dunklen Faserzementplatten verkleidet. Büros und Beratungs- und Seminarräume liegen in den oberen Geschossen des Neubaus mit rötlicher Fassadeneinkleidung.

Saal und Café Bürgerhaus LenzsiedlungDie Wege zwischen Ausbildungsgastro und Saal sind kurz. Die Fassade des Cafés wurde erneuert, beide Gebäudeteile gehören  optisch zueinander.

Bürgerhaus Lenzsiedlung FassadenbekleidungDie Fassade ist mit Faserzementplatten verkleidet. Hier war ein kosteneffizientes Material einzusetzen,, das für die  Gestaltung und die Pflege flexibel genug ist.

Bürgerhaus LenzsiedlungDie Fassade wurde teilweise von dem Hamburger Künstler Kai Teschner bemalt. So steht es jetzt auf soliden Füßen, denn die Bewohner_innen der Siedlung konnten sich an der Gestaltung beteiligen. Bürgerbeteiligung und Farbigkeit sorgen für die hohe Akzeptanz des Gebäudes in der Umgebung, auch bei Jugendlichen mit abweichenden ästhetischen Vorlieben.

Eingang Bürgerhaus LenzsiedlungDer Verbindungsbau zum Bestand schließt sich links an den Neubau an. Er ist in die Fassadenbemalung integriert.

Bürgerhaus LenzsiedlungDas Pultdach des Bürgerhauses ist so ausgelegt, dass es optimale Bedingungen für eine Solaranlage bietet.

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Veröffentlicht am 7. März 2012 um 09:00 von CF-Redaktion · Permalink · Kommentieren
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Und sie halten dicht! – die Flachdächer

Vorurteile halten sich hartnäckig. Es ist wie mit Gerüchten: Einmal im Umlauf, kursieren sie weiter, auch wenn sie falsch sind.

Entgegen aller Vorurteile sind Flachdächer in vielen Fällen eine perfekte Lösung. Wer sicher gehen will, dass sein Flachdach dicht ist und bleibt, setzt auf eine fachgerechte Planung und Ausführung. Und die ist nicht immer einfach: Es gibt eine große Zahl von Dachdichtungsbahnen. Es stehen Kaltselbstklebebahnen, Elastomer- oder Plastomerbitumenbahnen zur Verfügung, die je nach Anforderung mit Einlagen versehen sein können, zum Beispiel Glasvlies, Polyestervlies oder Kombinationsträger. Es gibt Kunststoffbahnen aus PVC, PIB, EPDM, TPE oder FPO. Je nachdem wo welches Material eingebaut wird, verarbeitet der Fachmann die Bahnen unterschiedlich: gießen, schmelzen, flämmen, verkleben, heißvulkanisieren, heißkeilschweißen …

Die Fachregel für Abdichtungen (Flachdachrichtlinie) legt nachprüfbare Anforderungen an Planung und Auführung fest und gibt Orientierung bei der Wahl der richtigen Abdichtung. Dies müssen Planer und Handwerker beachten.

Doch werfen die korrekten Bezeichnungen der Materialien Rätsel auf. Was verbirgt sich zum Beispiel hinter einer DU/E1 PYE G200 S4 ?

D heißt Dachabdichtung,

U bedeutet, dass die Bahn als Unterlage zu verwenden ist.

E ist die Eigenschaftsklasse, deren höchste Stufe die 1 ist, also leistet die Bahn einen hohen mechanischen Widerstand und hält hohen Hitzebelastungen stand.

PYE bezeichnet eine Elastomerbitumenbahn,

G200 steht für eine Glasgewebeeinlage mit einem Gewicht von 200 Gramm pro Quadratmeter.

S zeigt an, dass die Bahnen geschweißt werden sollen und am Ende die Ziffer

4 gibt die Dicke der Bahn von 4 Millimeter an.

Auch wenn es die offiziellen Bezeichnungen in sich haben, lohnt es sich, einen kritischen Blick darauf zu werfen. Denn die fantasievollen Namen, die die Marketingleute ihren Produkten verleihen, können schnell in die Irre führen. Und dann tropft’s doch.

 

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Veröffentlicht am 11. November 2011 um 08:52 von Christiane · Permalink · Kommentieren
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GRZ oder GFZ?

Wer ein Grundstück kaufen und bebauen möchte, kommt gewöhnlich an einem Bebauungsplan, kurz B-Plan genannt, nicht vorbei. Darin ist in Bild und Text beschrieben, wie ein Grundstück bebaut werden darf – das kann bis zur Dachneigung und den Materialien für die Fassade reichen. Fast immer sind im B-Plan GRZ und GFZ zu finden:

GRZ steht für GRundflächenZahl und
GFZ für GeschossFlächenZahl.

Die GRZ gibt an, wieviel Grundfläche überhaupt bebaut werden darf. Beispiel: Bei einem 1.000 m² großen Grundstück mit einer GRZ von 0,2 dürfen 0,2 Teile = 20 % des Grundstücks bebaut werden, also 200 m².
Die GRZ sagt also etwas aus über das Verhältnis von Grundstücksfläche zu Hausgrundfläche.

Die GFZ dagegen gibt an, wieviel Geschossfläche auf dem Grundstück gebaut werden darf. Nehmen wir einmal eine GFZ von 0,3 an. Dann dürfen bei obigem Beispiel 300 m² Geschossfläche errichtet werden. Da – im Beispiel – nur 200 m² Grundfläche bebaut werden dürfen, muss die Geschossfläche „gestapelt“ werden. Die Anzahl der Geschosse ist in der Regel ebenfalls im B-Plan festgelegt.
Die GFZ sagt also etwas aus über das Verhältnis von Hausgrundfläche zu Haushöhe.

Im Innenstadtbereich einer Großstadt findet man in einem B-Plan vielleicht eine GFZ von 2,0. Für unser 1.000-m²-Beispiel heißt das: 2.000 m² Geschossfläche sind erlaubt. Bei einer GRZ von 0,2 dürfen 200 m² des Grundstücks bebaut werden. Sofern zehngeschossige Bebauung an dieser Stelle zulässig ist, sind die 2.000 m² Geschossfläche also übereinander auf zehn Etagen der Grundfläche von 200 m² möglich.

Mehr geht nicht 😉

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Veröffentlicht am 6. Oktober 2011 um 08:21 von Christiane · Permalink · Kommentieren
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Kleiner Eingriff – große Wirkung

Meldorf in Dithmarschen hat ein reiches Kulturleben zu bieten. Ein Teil davon wird von der Kulturkneipe Bornholdt und vom Peter-Panter-Buchladen organisiert. Rechts daneben bietet die Döner-Stube Leckeres, übrigens auch für Vegetarier – der hausgemachte Krautsalat ist so legendär wie Leos Pizza im Bornholdt. Alle drei Grundstücke sind kaum breiter als die jeweiligen Häuser, aber sehr lang. Die blickdichten Zäune auf den Grundstücksgrenzen betonen die „Schläuche“ noch zusätzlich und werfen lange Schatten:

Drei langgestreckte Grundstücke

Was passiert, wenn die altersmüden Zäune entfernt werden?

eine gemeinsame Hoffläche

Um das sichtbar zu machen, hat eine Schülerin in einem Praktikum in meinem Büro ein Modell gebaut. Im Maßstab 1:50 entstanden aus finnischer Holzpappe alle drei Häuser mit ihren Nebengebäuden. Die Zäune kann man herausnehmen, und wie durch Zauberei entstehen zwei gut proportionierte Plätze: ein Kaffeegarten fürs Bornholdt und eine Lesewiese für den Buchladen. Die Terrasse der Döner-Stube war schon vorher da, doch auch sie gewinnt durch die Offenheit und die neuen Blickbeziehungen.

Jule arbeitet konzentriert am Modell

Wenn die Eigentümer neue Zäune wünschen, sollten diese auf jeden Fall licht- und blickdurchlässig sein. Schön wären schmiedeeiserne Zäune, niedrige Hecken eine (kosten-)günstige Alternative.

der Panter vom gleichnamigen Buchladen ;-)

der Panter vom gleichnamigen Buchladen ;-)

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Veröffentlicht am 31. August 2011 um 16:01 von Christiane · Permalink · Kommentieren
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Wer ist PIA?

PIA steht für Planerinnen-Ingenieurinnen-Architektinnen und ist – man ahnt es schon – ein Netzwerk für Frauen in planerischen Berufen. Gegründet und stark vertreten in Hamburg, inzwischen mit PIAnistinnen fast aus dem ganzen Norden.

Mein Lieblings-Feature ist das PIA-Forum: Dort können die Mitglieder Fragen stellen, jede bekommt den Forumsbeitrag automatisch per E-Mail, und das Beste ist: eine oder mehrere Frauen haben eine Antwort oder Informationen parat. Ebenfalls klasse ist die Handwerkerdatenbank, deren Struktur eine Kollegin und ich gerade aufgefrischt haben: Hier kann jede PIA-Frau Firmen eintragen, die sie weiter empfehlen will. Das reicht vom Trockenbauer für 5.000 m² Gipskartonwand bis zum Tischler für Kirchenmobiliar – sehr hilfreich bei Ausschreibungen und bei der Suche nach Spezialisten.

Sie suchen eine Architektin? eine Innenarchitektin? eine Sachkundige für Asbestsanierung ? eine …? dann schauen Sie hier:

http://pia-net.de/pags/p00210.php?kat=92

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Veröffentlicht am 13. Juli 2011 um 14:54 von Christiane · Permalink · Kommentieren
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Gewerbe-Leerstand zu Wohnungen

In einer hessischen Universitätsstadt steht zentral und nah zur Uni ein Hochhaus. Im Erdgeschoss befinden sich Läden, die Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen ab der 4. Etage sind sehr begehrt, aber: die Büro- und Gewerbeflächen in der 2. und 3. Etage stehen teilweise schon Jahre leer.

So war die Fläche ursprünglich aufgeteilt.

Der Eigentümer hatte die Idee, diese Gewerbeflächen in Studentenwohnungen umzuwandeln. Die Sache hatte nur einen Haken: die enorme Gebäudetiefe von 25 Metern. Außerdem musste die Gebäudestruktur (Mittelflur) erhalten bleiben.

Für den Eigentümer habe ich die Entwurfs- und Bauantragsplanung für die Umnutzung in Wohnungen erarbeitet.

Jetzt befinden sich auf einer Flurseite Zwei-Zimmer-Wohnungen, die auch als Zweier-WGs nutzbar sind. Auf der anderen Flurseite befinden sich Dreier-WGs und eine Vierer-WG. Ein Fahrradraum, ein Waschraum und Keller-Ersatzräume sind im dunklen Gebäudeinneren angeordnet, ebenso die Bäder und Küchen der WGs.

So sieht die Planung für WG-Wohnungen aus.

So entstehen aus leeren Gewerbeflächen gut nutzbare und bezahlbare Wohnungen für Studenten. Eine solche Umnutzung könnte auch an anderen Standorten die Wohnungssituation entschärfen.

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Veröffentlicht am 29. April 2011 um 14:12 von Christiane · Permalink · 3 Kommentare
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Reif für die Insel – Teil II

Dieses Haus entsteht auf einem Eckgrundstück, gleich neben dem Zweifamilienhaus Nr.1. Das Gebäude nutzt die unregelmäßige Grundstücksform optimal aus.

Die Wohnung links ist barrierefrei und kann rollstuhlgerecht eingerichtet werden.

Grundriss Erdgeschoss

Die Wohnung rechts erstreckt sich über zwei Ebenen. Im Erdgeschoss befindet sich neben Küche und Gäste-WC der Wohnraum mit Galerie im Dachgeschoss. Ebenfalls im Dachgeschoss sind vier Individualräume und zwei Duschbäder untergebracht.

Grundriss Dachgeschoss

Auch dieses Wohnhaus erhält eine Fassade aus Backsteinklinkern, Giebel markieren die Eingänge. Zur Straße hin präsentiert sich das Haus unauffällig, zum privaten Garten öffnet es sich mit großen Fensterflächen.

Ansichten von der Straße und vom Garten

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Veröffentlicht am 4. April 2011 um 19:34 von Christiane · Permalink · Kommentieren
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